Das Ticket ist gekauft, der Vertrag unterschrieben, und im Kopf kreist nur ein Gedanke: „Was habe ich noch nicht erledigt?". Die erste Reise zu einer Betreuungsstelle ist immer eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Die gute Nachricht: Der größte Teil des Stresses verschwindet, wenn Sie die Vorbereitung in eine Liste konkreter Punkte verwandeln. Diese Checkliste basiert auf den Erfahrungen von über 1200 Betreuungskräften, die mit unserer Agentur ausgereist sind.
Beginnen Sie mit den Vorbereitungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise — dann erledigen Sie alles in Ruhe, ohne hektisches Packen in der Nacht vor der Fahrt.
Dokumente — die absolute Basis
- Personalausweis oder Reisepass — prüfen Sie das Ablaufdatum heute, nicht am Vorabend der Reise.
- EHIC-Karte (EKUZ) — kostenlos und sofort erhältlich; sie sichert die medizinische Grundversorgung in Deutschland.
- A1-Bescheinigung — sie bestätigt, dass Sie legal arbeiten und versichert sind; darum kümmert sich die Agentur. Wie das Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie auf der Seite zum Bewerbungsprozess.
- Vertrag — ausgedruckt oder im Handy gespeichert; lesen Sie ihn vor der Unterschrift vollständig.
- Führerschein — falls vorhanden; bei vielen Einsätzen ist ein Auto zur Verfügung ein großes Plus.
- Die Nummer Ihres Koordinators — im Handy und zusätzlich auf einem Zettel im Portemonnaie, falls der Akku leer ist.
Eine seriöse Agentur verlangt niemals Gebühren für die Arbeitsvermittlung oder eine „Kaution" vor der Abreise. Wenn jemand Geld von Ihnen fordert — das ist ein Warnsignal. Wie Sie eine ehrliche Agentur von unseriösen Anbietern unterscheiden, lesen Sie im Artikel darüber, wie man eine Arbeitsagentur auswählt.
Medikamente und Gesundheit
- Ein Vorrat Ihrer eigenen Medikamente für den gesamten Aufenthalt — in Deutschland sind die meisten Medikamente rezeptpflichtig, und ein Arzttermin braucht Zeit.
- Eine Liste Ihrer Medikamente auf Deutsch — Wirkstoffname und Dosierung genügen.
- Ersatzbrille, falls Sie eine tragen.
- Rezeptfreie Basismedikamente: gegen Schmerzen, Erkältung und Magenbeschwerden — die ersten Tage bedeuten neue Küche und neuen Tagesrhythmus.
Der Koffer — Kleidung und praktische Kleinigkeiten
- Bequeme Hausschuhe mit rutschfester Sohle — in ihnen verbringen Sie den größten Teil des Tages.
- Kleidung im Zwiebelprinzip: im Haus des Seniors ist es oft warm, auf Spaziergängen wechselhaft.
- Ein Outfit zum Ausgehen — Arztbesuch, Behördengang, sonntags in die Kirche.
- Ladegerät und Powerbank; ein Adapter ist nicht nötig — die Steckdosen sind dieselben wie in Polen.
- Ein paar Familienfotos — sie helfen bei Gesprächen mit dem Senior und in Momenten des Heimwehs.
Was Sie nicht einpacken sollten
Erfahrene Betreuungskräfte sagen einstimmig: Der erste Koffer ist immer zu schwer. Nehmen Sie keine Lebensmittelvorräte „für alle Fälle" mit — deutsche Geschäfte haben alles, und viele vertraute Produkte finden Sie im Discounter. Packen Sie auch keine Handtücher und Bettwäsche ein (die warten vor Ort) und nicht den „ganzen Kleiderschrank" — beim typischen Arbeitsrhythmus fahren Sie nach zwei bis drei Monaten nach Hause und können die Garderobe saisonal tauschen.
Handy und Internet
- EU-Roaming funktioniert wie zu Hause — prüfen Sie nur das Datenvolumen Ihres Tarifs.
- Installieren Sie einen Messenger für den Kontakt mit Familie und Koordinator sowie eine Übersetzer-App; laden Sie unbedingt das deutsche Wörterbuch für den Offline-Modus herunter.
- Speichern Sie sich auch die wichtigsten deutschen Phrasen für Betreuungskräfte — unser Wörterbuch mit Erklärungen.
Geld
- Bargeld für die ersten Tage: 100–200 Euro in kleinen Scheinen.
- Ein Konto mit günstigen Euro-Überweisungen oder eine Multiwährungskarte — so vermeiden Sie Umtauschgebühren beim Gehalt.
- Kopien der Dokumente (Ausweis, Vertrag, EHIC) in der Cloud oder an die eigene E-Mail-Adresse geschickt.
Was in der Heimat zu regeln ist
- Richten Sie Daueraufträge ein oder bitten Sie Angehörige, die Rechnungen im Blick zu behalten.
- Lassen Sie einer Vertrauensperson die Schlüssel und die wichtigsten Informationen da: wo die Unterlagen liegen, wie man Sie im Notfall erreicht.
- Wenn Sie ein Haustier oder einen Garten haben — organisieren Sie die Betreuung rechtzeitig, nicht in der letzten Woche.
Die letzten Tage vor der Abreise
Bestätigen Sie mit Ihrem Koordinator die Transportdetails: Uhrzeit, Treffpunkt und wer Sie am Zielort abholt. Fragen Sie nach dem Senior — Gesundheitszustand, Gewohnheiten, Vorlieben. Je mehr Sie vor der Ankunft wissen, desto leichter wird die erste Woche. Lesenswert ist auch unser Artikel darüber, wie die Arbeit in Deutschland wirklich aussieht, sowie die häufigsten Fragen der Betreuungskräfte.
Die erste Woche — was Sie erwartet
Geben Sie sich Zeit zum Ankommen. Die ersten Tage bedeuten, den Rhythmus des Hauses kennenzulernen: wann der Senior aufsteht, was er zum Frühstück mag, wann die Pflegekraft vom Pflegedienst kommt. Machen Sie sich Notizen — ein einfaches Heft hilft enorm, Medikamente, Essenszeiten und Telefonnummern zu behalten. Wenn Sie etwas nicht wissen, fragen Sie Ihren Koordinator: Genau dafür ist er da. Nach ein paar Tagen wird aus dem fremden Haus ganz normaler Alltag.
Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Die andere Hälfte sind Offenheit für neue Menschen und etwas Geduld — auch mit sich selbst.
Haben Sie das Gefühl, dass wir etwas vergessen haben, oder möchten Sie Details zu einem konkreten Einsatz erfragen? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an — Ihr Koordinator beantwortet jede Frage vor der Abreise. Aktuelle Einsätze finden Sie auf der Seite mit den Stellenangeboten, die Erfahrungen anderer Betreuungskräfte unter Bewertungen.